Ehemaliger Minister unter mehreren Personen, die in einem Korruptionsfall inhaftiert wurden, der Haftstrafen zwischen drei und zehn Jahren nach sich zog.
Veröffentlicht am 21. April 2026
Lokale Medien berichteten, dass der frühere algerische Industrieminister Ali Aoun nach einer Verurteilung wegen Korruption zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde.
Aoun, der zwischen 2022 und 2024 Minister für Industrie und Pharmaproduktion war, wurde am Montag in einem aufsehenerregenden Korruptionsfall inhaftiert, bei dem mehrere hochrangige Persönlichkeiten verurteilt wurden, berichtete die algerische Online-Nachrichtenseite Dzair Tube.
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Laut der Nachrichtenseite hatten die Staatsanwälte eine 12-jährige Haftstrafe für den ehemaligen Minister und eine 10-jährige Haftstrafe für mehrere andere Angeklagte beantragt. Aoun wurde außerdem vom Wirtschafts- und Finanzstrafgericht in der Hauptstadt Algier zur Zahlung einer Geldstrafe von 1 Million algerischen Dinar (ca. 7.500 US-Dollar) verurteilt.
Lokale Medien sagten, der Fall drehe sich um den unregelmäßigen Verkauf von Eisen- und Nichteisenmetallabfällen unter Verstoß gegen die Regeln der öffentlichen Vermögensverwaltung.
„Im Mittelpunkt des Falles standen Korruptionsvorwürfe, Missmanagement und die rechtswidrige Vergabe von Industrie- und Investitionsaufträgen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Handel mit Eisenabfällen und Kupferrückständen“, berichtete Dzair Tube.
Mehrere weitere Beamte seien ebenfalls verurteilt worden, teilte die Nachrichtenagentur AFP mit, einige seien jedoch mangels Beweisen freigesprochen worden.
Zu den Verurteilten gehörte der Sohn des ehemaligen Ministers, Mehdi Aoun, der im selben Fall zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, während Investoren, ein Beamter eines Staatsunternehmens und ein bekannter Geschäftsmann laut Dzair Tube Haftstrafen zwischen drei und zehn Jahren erhielten.
Der Fall und die Verurteilungen erfolgen im Rahmen einer laufenden Antikorruptionskampagne des algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune, der 2019 inmitten weit verbreiteter prodemokratischer Proteste an die Macht kam.
Tebbounes Kampagne gegen Korruption richtete sich laut AFP gegen hochrangige Beamte, darunter auch aus der Zeit des ehemaligen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika.






