Die Aktivisten protestierten gegen die angebliche Nutzung des RAF-Stützpunkts als Abflughafen für US-Flugzeuge, die am amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran beteiligt sind.
Veröffentlicht am 5. April 2026
Die britische Polizei hat bei einem Protest in der Nähe eines Luftwaffenstützpunkts der Royal Air Force (RAF) im Osten Englands, der von US-Streitkräften genutzt wird, sieben Personen wegen des Verdachts der Unterstützung der verbotenen Gruppe Palestine Action festgenommen.
Die fünf Männer und zwei Frauen, die in einem Friedenslager direkt vor dem Luftwaffenstützpunkt Lakenheath festgenommen wurden, hatten sich am Sonntag mit anderen Aktivisten versammelt, um gegen die angebliche Nutzung des Stützpunkts als Abflughafen für US-Flugzeuge im amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran zu protestieren.
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Die Lakenheath Alliance for Peace, die den Protest organisierte, sagte, die sieben seien in Kleidung mit der Botschaft festgenommen worden: „Wir sind gegen Völkermord, wir unterstützen die Palästina-Aktion.“
Die Polizei sagte, die Demonstranten seien „wegen des Verdachts der Unterstützung einer verbotenen Organisation“ festgenommen worden.
Die Labour-Regierung von Premierminister Keir Starmer verbot Palestine Action letztes Jahr als „terroristische“ Organisation und machte es zu einer Straftat, der Gruppe anzugehören oder sie zu unterstützen.
Im Februar entschied ein Gericht, dass das Verbot „unverhältnismäßig“ sei und in das Recht auf freie Meinungsäußerung eingreife. Die Regierung hat jedoch Berufung eingelegt und das Verbot bleibt in der Zwischenzeit in Kraft.
Nach Angaben der Protestorganisatoren Defend Our Jurys wurden bei Kundgebungen zur Unterstützung der Gruppe mehr als 2.700 Menschen festgenommen und Hunderte angeklagt.
Die Polizei sagte in einer Erklärung zu den jüngsten Festnahmen, dass sie die Pflicht habe, das Gesetz „so wie es derzeit ist und nicht wie es in Zukunft sein könnte“ durchzusetzen.
Zwei Demonstranten wurden am Samstag ebenfalls in Lakenheath festgenommen und wegen Behinderung öffentlicher Verkehrswege angeklagt, teilte die Polizei mit.
US-Präsident Donald Trump hat gegen Starmer gewettert, weil er den amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran nicht ausreichend unterstützt, was das langjährige Bündnis der beiden Länder belastet.
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