Kann Hochgeschwindigkeits-Schienengüterverkehr funktionieren? Offensichtlich. Das britische Start-up GoExpress hat einen vierwöchigen Testlauf auf der West Coast Main Line durchgeführt, um sein Konzept zu testen. Mit fast halbierten Transitzeiten und einer nahezu perfekten Pünktlichkeitsrate scheint das Experiment erfolgreich gewesen zu sein.

GoExpress verkehrte Züge mit einer Geschwindigkeit von 90 Meilen pro Stunde (145 Kilometer pro Stunde) zwischen dem DPD-Hub in Leicestershire, England, und dem Glasgower Eurocentral Distribution Centre in Schottland. Bisher betrug die Transitzeit zwischen den beiden Hubs rund acht Stunden. GoExpress schaffte es, die Strecke in viereinhalb Stunden zurückzulegen. Die Züge, die 40-Fuß-HC-Container mit einer Tri-Mode-Lokomotive transportierten, kamen in 53 von 54 Fahrten pünktlich an.

Die während des Versuchs gesammelten Daten deuten darauf hin, dass der Hochgeschwindigkeitszug erhebliche Vorteile bei der Dekarbonisierung bieten kann. Der Energieverbrauch eines 20-Container-Zugs über eine Distanz von 270 Meilen (435 Kilometer) war im Vergleich zu schweren Elektro-Lkw um 58 % niedriger. Im Vergleich zu Diesel- oder HVO-basierten Lkw-Transporten würde der GoExpress-Zug den CO2-Fußabdruck jeder Containerfahrt um 390 Kilogramm bzw. 74 Kilogramm reduzieren.

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