Der erste Zug der Great British Railways wurde im Vorfeld der Verstaatlichung endlich vorgestellt – und es markiert die größte Umstrukturierung im britischen Schienenverkehr seit Jahrzehnten

Der erste Zug mit der Marke „Great British Railways“ wurde vorgestellt, was einen symbolischen Schritt in Richtung der von der Regierung seit langem versprochenen Überarbeitung des britischen Schienennetzes darstellt.

Ein Zug der Southern Class 387 in Brighton ist der erste, der die neue Lackierung erhält. Er zeigt ein auffälliges rot-weiß-blaues Design, das von der Unionsflagge inspiriert ist, sowie das ikonische Doppelpfeil-Logo, das für British Rail steht.

Der erste Zug mit der Marke Great British Railway wurde vorgestellt

Die Umbenennung erfolgt nur wenige Tage vor dem Übergang der Southern-Dienste in öffentliches Eigentum am 31. Mai.

Verkehrsministerin Heidi Alexander bezeichnete den Moment als einen Wendepunkt für die Eisenbahnen und sagte, der Start „lasse die Zukunft der britischen Eisenbahnen Wirklichkeit werden“.

Sie betonte, dass die Änderungen weit über die Ästhetik hinausgehen und positionierte den Umzug als Teil einer umfassenderen Bemühung, ein schlankeres und passagierorientierteres System zu schaffen.

„Das ist nicht nur eine Lackierung“, sagte sie. „Es ist ein wichtiger Schritt hin zum Aufbau einer stärker vernetzten, öffentlichen Eisenbahn, bei der die Fahrgäste an erster Stelle stehen und die Fragmentierung der Vergangenheit hinter sich lässt.“

Die First Great British Railways werden vor der Verstaatlichung schrittweise in allen Zügen eingeführt

Die neue Identität der Great British Railways (GBR) wird schrittweise in allen Zügen, Bahnhöfen und in den Uniformen des Personals eingeführt. Das Verkehrsministerium betont, dass die Einführung sorgfältig geplant wird, um einen Mehrwert für die Steuerzahler zu gewährleisten.

Die Enthüllung in Brighton signalisiert auch den Beginn eines bedeutenden Strukturwandels. GBR wird schließlich zum ersten Mal seit der Privatisierung in den 1990er Jahren den Gleis- und Zugbetrieb unter einer einheitlichen öffentlichen Körperschaft zusammenführen – ein Schritt, der in der gesamten Branche seit langem diskutiert wird.

Die Muttergesellschaft von Southern, Govia Thameslink Railway (GTR), wird zu den nächsten Betreibern gehören, die unter öffentliche Kontrolle kommen. Seine Dienste, darunter Thameslink, Great Northern und Gatwick Express, sollen Ende Mai verstaatlicht werden und sich damit einer wachsenden Liste von Betreibern anschließen, die bereits von der Regierung verwaltet werden.

John Whitehurst, Chief Operating Officer von GTR, nannte die Umbenennung einen „bedeutenden Meilenstein“ und fügte hinzu, dass das Unternehmen für den Übergang bereit sei. „Unser Fokus liegt weiterhin auf der Bereitstellung sicherer und zuverlässiger Dienste, wobei Kunden und Gemeinden im Mittelpunkt unseres Handelns stehen“, sagte er.

Es wird erwartet, dass das umfassendere öffentliche Eigentumsprogramm weiterhin im gesamten Netz eingeführt wird, wobei die Minister GBR als Rückgrat eines einfacheren, kohärenteren Eisenbahnsystems positionieren.

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