
Nach unten gehen Harlseden High Streetist es kaum zu übersehen, dass der schwarze Doppeldeckerbus mitten im Geschehen dieser belebten Durchgangsstraße parkt. Aber was zunächst vielleicht unbemerkt bleibt, von dieser Gemeinschaft aber spürbar gespürt wird, ist die brillante Arbeit, die im Inneren geschieht.
Was sind Vereinigte Grenzen?
Als der ehemalige Londoner Busfahrer Justin Finlayson bemerkte, dass sich in seiner Gemeinde eine Situation entwickelte, die zu einer tödlichen Fehde führte, wollte er einen sicheren Ort für junge Menschen schaffen.
Der Projekt „Vereinte Grenzen“. wurde geboren, als Justin ein kaufte Doppeldeckerbus als neutrales Territorium für zwei rivalisierende Banden zu dienen, wo sie gemeinsam Musik machen konnten. Eine Gruppe arbeitete morgens an der Musikproduktion und die andere am Nachmittag daran, Texte hinzuzufügen und so ein Kunstwerk zu schaffen, das die Rivalen buchstäblich auf einem Track zusammenschweißte.
Mit 24 % der Londoner Teenager geben an, Opfer von Gewalt geworden zu sein Im vergangenen Jahr waren Projekte wie dieses wichtiger denn je, verglichen mit 18 % auf nationaler Ebene.
Nach dem Erfolg dieses ersten Projekts hat Justin seine Arbeit mit jungen Menschen fortgesetzt und trägt durch Mentoring dazu bei, das Leben dieser Menschen zu verändern.
Was passiert im Bus?
Der Bus selbst ist mit einem ausgestattet Schalldichtes Aufnahmestudio Bereich auf dem Unterdeck, der als kreativer Raum für die Kinder, die an Bord kommen. Das Oberdeck fungiert als Chill-out-Zone mit einer PlayStation, in der Menschen zusammenkommen, sich unterhalten und Familienmahlzeiten genießen können, was insbesondere Kindern entgegenkommt, deren Eltern im Schichtdienst arbeiten.
Auf dem Unterdeck befindet sich außerdem ein Amnestiebehälter, in dem abgegebene Waffen sicher gesammelt werden können.
Darüber hinaus entsteht die wahre Magie jedoch durch die Beziehungen, die die Kinder an Bord zu ihren Mentoren haben. Als wir mit Justin sprachen, betonte er, dass das Mentoring ist eigentlich die „Medizin“ das ihr Leben verändert.
Anstatt dass die Mentoren strenge Autoritätspersonen sind, fungieren die Mentoren, die an dem Projekt arbeiten, als ältere, weisere Kollegen, die ihre eigenen Erfahrungen teilen können.
Eines der Hauptziele von Justins Wohltätigkeitsorganisation ist die frühzeitige Intervention, beispielsweise die Zusammenarbeit mit Schulen, um Ausgrenzungen zu verhindern. Er sagt: „Wenn in einem Haus eine Zigarette glimmt und das ganze Haus in Flammen aufgeht, muss man sich fragen: Was war der Auslöser dieser Situation?“
Auswirkungen auf die reale Welt
Der Bus der Vereinigten Grenzen hat viele Erfolgsgeschichten gesehen, darunter auch den aktuellen Teilnehmer Dante, der, wie er selbst sagt, „auf der falschen Seite des Lebensstils“ stand. Durch seine Mentorschaft mit Paul alias Wave, erklärt Dante, habe er gelernt, mit seinen gesteigerten Emotionen umzugehen, und sagt, dass er jetzt viel glücklicher sei.
Dante nutzt das Studio, um seine eigene Musik zu schreiben und so über seine persönliche Entwicklung nachzudenken.
Ciaran Thapar aus Jugendstiftungsfondsder United Borders finanziert, sagt: „Zu oft sprechen wir in Schlagzeilen und Statistiken über Gewaltprävention, nicht in menschlichen Begriffen. Was Justin mit United Borders geschaffen hat, ist etwas sehr Kraftvolles – ein Raum, in dem sich junge Menschen oft zum ersten Mal wirklich gehört fühlen.“
Trotz aller Erfolge besteht Justins größte Herausforderung darin, das Projekt zu finanzieren und in Zeiten der Sparmaßnahmen am Leben zu erhalten, was seiner Meinung nach eine „systemische Vernachlässigung“ darstellt und gefährdete Kinder aus finanziellen Gründen der Rekrutierung durch Banden aussetzt.
Allerdings bleibt Justin bei seiner Mission unbeirrt, auch wenn die Finanzierungssysteme den komplexen Bedürfnissen der Gemeinden, denen er dient, nicht gerecht werden. Es ist ein wirklich erhebendes Projekt, das eines der größten Probleme Londons angeht.
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