
Mit seinen honigfarbenen Cottages, der Lage am Flussufer und der mittelalterlichen Abtei wirkt dieses Dorf in Oxfordshire heute eher malerisch, doch vor Jahrhunderten war es einer der wichtigsten Orte im Süden Englands.
Eines der ältesten und bedeutendsten Dörfer Englands liegt nur zwei Stunden von London entfernt
Lange bevor es zu einem friedlichen Ausflugsziel wurde, war Dorchester bereits in römischer und sächsischer Zeit eine wichtige Siedlung.
Belege für die Besiedlung der Gegend reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, und das Dorf liegt auf den Überresten einer alten römisch-britischen Stadt, die später zu einem wichtigen Zentrum der sächsischen Macht wurde.
Ein Dorf mit königlicher Vergangenheit
Den größten Ruhm erlangte die Stadt im 7. Jahrhundert, als der heilige Birinus König Cynegils in der Themse taufte und Dorchester zum bischöflichen Zentrum von Wessex wurde.
Eine Zeit lang diente es praktisch als Hauptstadt von Wessex, bevor die Macht anderswo verlagerte, was dem Dorf einen viel größeren Platz in der Geschichte des frühen England verschaffte, als seine Größe vermuten lässt.
Diese historische Bedeutung ist noch heute sichtbar. Die Dorchester Abbey steht an der Stelle der alten sächsischen Kathedrale und die Vergangenheit des Dorfes als religiöses und administratives Zentrum verleiht ihm eine Tiefe, die viele schönere Orte einfach nicht haben.
Auch nachdem Dorchester seinen politischen Einfluss verloren hatte, blieb es ein wichtiger Zwischenstopp für Reisende auf der Strecke zwischen Oxford und London.
Heute liegt der Charme des Dorfes in diesem Kontrast: Es ist immer noch klein, immer noch ruhig, aber voller Geschichte. Besucher können durch die High Street schlendern, die Abtei erkunden und die Lage am Flussufer genießen, während sie an einem Ort stehen, der einst für die Entstehung Englands von Bedeutung war.
