Autofahrern in Großbritannien wird geraten, ihre Fahrten einzuschränken und ihren Fahrstil zu ändern, um Kraftstoff zu sparen, da der Ölpreis angesichts des Konflikts im Nahen Osten in die Höhe geschossen ist.

Der Rohölpreis hat bereits die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschritten und stieg zu Beginn der Handelswoche auf bis zu 119,50 US-Dollar.

Experten warnen, dass die Preise an der Zapfsäule bei anhaltenden Spannungen in der Region den Rekord von 191,5 Pence pro Liter übersteigen könnten, der während der durch den Krieg in der Ukraine verursachten Energiekrise aufgestellt wurde.

Der aktuelle Anstieg stellt bereits einen Sprung von etwa 29 % dar und übersteigt den im Jahr 2022 erreichten Wert von 116 $ pro Barrel.

Der britische Premierminister Keir Starmer hat davor gewarnt, dass der Krieg im Nahen Osten „einen Einfluss auf die Wirtschaft haben wird“, wenn er sich hinzieht.

Experten raten Autofahrern, Fahrten zu reduzieren

Die AA empfiehlt Autofahrern, darüber nachzudenken, nicht unbedingt notwendige Fahrten einzuschränken und ihren Fahrstil so anzupassen, dass weniger Kraftstoff verbraucht wird.

RAC-Experten sagen, dass das Vermeiden plötzlicher Beschleunigung und Bremsen dazu beitragen kann, den Kraftstoffverbrauch zu senken.

Simon Williams, der politische Direktor des RAC, sagte, dass bleifreies Benzin kurzfristig durchschnittlich 140 Pence pro Liter kosten könnte und Diesel auf mindestens 160 Pence pro Liter steigen könnte.

Der Konflikt im Nahen Osten wirkt sich auf den Ölmarkt aus

Der Preisanstieg steht im Zusammenhang mit den Spannungen im Nahen Osten und der Blockade der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Seerouten für den Öltransport, über die etwa ein Fünftel der weltweiten Exporte abgewickelt werden.

Der Iran hat gewarnt, dass er Öltanker mit Ziel Europa, Israel und den Vereinigten Staaten angreifen könnte.

Gleichzeitig sagte US-Präsident Donald Trump, dass der Anstieg des Ölpreises „ein sehr geringer Preis“ sei.

Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Energierechnungen

Der Anstieg der Ölpreise spiegelt sich bereits in den täglichen Kosten wider.

Laut RAC kostet Benzin derzeit etwa 1,38 £ pro Liter, sechs Pence mehr als zu Beginn des Konflikts am 28. Februar.

Diesel stieg von 1,42 Pfund auf 1,51 Pfund pro Liter.

Analysten von Goldman Sachs warnen, dass der Ölpreis bis zum Monatsende 150 US-Dollar pro Barrel erreichen könnte.

In diesem Szenario könnte der Treibstoff für ein Familienauto zum ersten Mal seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine erneut die 100-Pfund-Marke überschreiten.

Der Ökonom Paul Johnson warnte davor, dass steigende Energiepreise der britischen Wirtschaft lange Zeit schaden könnten.

„Wenn die Energiepreise steigen, werden importabhängige Länder in diesem Zeitraum unweigerlich ärmer“, sagte er gegenüber Times Radio.

Die Energiekosten könnten wieder steigen

Die Energiepreisobergrenze im Vereinigten Königreich liegt derzeit bei 1.758 £ pro Jahr und sinkt zwischen April und Juni auf 1.641 £.

Analysten von Cornwall Insight warnen jedoch, dass die Rechnungen ab Juli wieder um etwa 160 £ pro Jahr steigen könnten.

In diesem Fall könnte die durchschnittliche Haushaltsrechnung etwa 1.801 £ pro Jahr betragen.

Regulierungsbehörde Ofgem sagte, der Energiemarkt sei jetzt in einer stabileren Position als während der vorherigen Energiekrise und die Lieferanten seien besser auf wirtschaftliche Schocks vorbereitet.

Allerdings warnen Experten, dass die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten zu einem Anstieg der Inflation und sogar der Hypothekenzinsen führen könnte.

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