
London wird zum ersten Mal Gastgeber des prestigeträchtigsten Einzelpreises des Fußballs sein: Die Verleihung des Ballon d’Or 2026 findet im Oktober in der britischen Hauptstadt statt.
Die bahnbrechende Veranstaltung, die für den 26. Oktober geplant ist, markiert den 70. Jahrestag der legendären Auszeichnung und bringt das Rampenlicht des globalen Fußballs in einer historischen Abkehr vom traditionellen Pariser Schauplatz nach London. Der Austragungsort muss noch bestätigt werden, aber die Vorfreude auf das verspricht ein herausragender Moment im Sportkalender zu werden.
Der Ballon d’Or wurde erstmals 1956 an den Engländer Stanley Matthews verliehen und ist seit langem ein Synonym für herausragende Fußballleistungen. Sein Umzug nach London hat symbolischen Charakter – eine Anspielung auf seine Ursprünge und ein Spiegelbild der wachsenden internationalen Reichweite des Preises.
Die von France Football organisierte und seit 2024 von der UEFA mitverwaltete Zeremonie entwickelt sich weiterhin zu einem der bekanntesten globalen Sportereignisse.
In einer Erklärung sagten die Organisatoren, dass die Ausrichtung der 70. Ausgabe in London „ihren Status als weltweit prestigeträchtige Marke weiter stärkt“ und unterstrichen damit die Expansion des Preises über seine französischen Wurzeln hinaus.
Die Gewinner des Jahres 2025, Aitana Bonmatí und Ousmane Dembélé, werden ihre Kronen im Rahmen einer Zeremonie überreichen, die zu einem entscheidenden Zeitpunkt im Fußballkalender stattfindet.
Da die Fußballweltmeisterschaft 2026 vor der Tür steht, sorgt das Rennen um den diesjährigen Ballon d’Or bereits für heftige Debatten.
Der englische Kapitän Harry Kane gehört nach einer erfolgreichen Saison beim FC Bayern München zu den Top-Anwärtern. Sollte er triumphieren, wäre er der erste englische Gewinner seit Michael Owen im Jahr 2001 – eine Erzählung, die angesichts des Londoner Schauplatzes der Zeremonie für zusätzliche Faszination sorgt.
Kane sieht sich einer harten Konkurrenz durch ein starkes Feld gegenüber, zu dem Dembélé, Declan Rice, Michael Olise, Khvicha Kvaratskhelia, Kylian Mbappé und der aufstrebende Star Lamine Yamal gehören.
Die Auswahlliste spiegelt einen Generationswechsel im Fußball wider, da aufstrebende Talente etablierte Superstars um die höchste Einzelauszeichnung des Fußballs herausfordern.
Historisch gesehen wurde die Auszeichnung von Lionel Messi dominiert, der den Rekord von acht Ballon d’Or-Titeln hält, und Cristiano Ronaldo, der fünf hat. Ihre Ära prägte fast zwei Jahrzehnte des Fußballs, aber die aktuelle Landschaft wirkt offener denn je.
Für London ist die Ausrichtung der Zeremonie mehr als nur ein einmaliges Spektakel. Es stärkt die Position der Stadt als globale Sporthauptstadt, die in der Lage ist, Veranstaltungen zu veranstalten, die weit über das Vereinigte Königreich hinaus Anklang finden.
Von Champions-League-Finals über NFL-Spiele bis hin zu großen Boxabenden zieht London weiterhin die größten Namen und Zuschauer im Sport an, und der Ballon d’Or wird keine Ausnahme sein.
