Abstrakt

Viele Verkehrsbetriebe haben flexible On-Demand-Mikrotransitdienste von Tür zu Tür erprobt oder eingeführt, um nach Möglichkeiten zu suchen, neue Fahrgäste anzulocken und Lücken auf der ersten und letzten Meile zu bestehenden ÖPNV-Diensten mit fester Route zu schließen. Mikrotransitdienste können sich auf die Zahl der Fahrgäste auf festen Routen einer Agentur auswirken und auch zu höheren Kosten führen – in Bezug auf Budget, Personalressourcen und möglicherweise eine Verlagerung der Fahrgastzahlen. Es ist unklar, inwieweit die Behörden ihre Mikrotransit-Programme explizit so gestalten, dass sie ihre Ziele bei der Zahl der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr erreichen, oder wie sich der Mikrotransit in der Praxis auf die Zahl der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr auswirkt. In diesem Artikel schließen wir diese Lücke, indem wir drei verwandte Fragen beantworten:

  1. Inwieweit ist die Erhöhung der Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr ein Ziel von Mikrotransitprogrammen?
  2. Messen Mikrotransit-Bewertungen die Auswirkungen von Programmen auf die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr, und wenn ja, wie? Und
  3. Unter welchen Bedingungen steigern oder kannibalisieren Mikrotransit-Programme die Zahl der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr?

Um diese Fragen zu beantworten, analysieren wir zunächst, ob und wie 17 Mikrotransit-Pilotbewertungen aus den gesamten USA die Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen definieren und messen. Anschließend untersuchen wir Telematik- und Fahrgastbefragungsdaten aus vier Mikrotransitprogrammen im kalifornischen Clean Mobility Pilot-Programm sowie Daten zu Routen, Budget und Fahrgastzahlen des öffentlichen Nahverkehrs. Wir stellen fest, dass viele Agenturen zwar Ziele für die Fahrgastzahlen im Mikrotransit festlegen, die Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen jedoch unterschiedlich messen. Nur wenige Mikrotransitdienste scheinen die Gesamtzahl der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr zu steigern, und einige Dienste bieten eine zuverlässigere Alternative oder verkehren außerhalb fester Routen. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Verkehrsunternehmen die Zahl der Fahrgäste und die Konnektivität im öffentlichen Nahverkehr systematischer verbessern können, wenn sie Mikrotransitprogramme entwickeln, um räumliche und zeitliche Lücken im Festnetzdienst zu schließen.

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