Während Washington seine Drohungen mit einem Militärschlag gegen den Iran eskaliert, laufen die Verhandlungen über Teherans Atomprogramm hinter den Kulissen weiter. Doch während die Trump-Regierung darauf beharrt, dass es bei der Pattsituation um Sicherheit geht, vertreten die staatlichen Medien des Iran ein ganz anderes Narrativ: dass die Krise eine bewusste Ablenkung vom Epstein-Skandal sei, in den weiterhin der US-Präsident verwickelt sei.
Mitwirkende:
Dina Esfandiary – Leiterin des Nahen Ostens, Bloomberg Economics
Fereshteh Sadeghi – iranischer Journalist
Jamal Abdi – Präsident des National Iranian American Council
Sina Toossi – Senior Fellow, Zentrum für internationale Politik
Auf unserem Radar:
Der indische Premierminister Narendra Modi reiste letzte Woche in einer sorgfältig choreografierten Demonstration der Solidarität nach Israel. Während Modis Reise in den israelischen Medien gefeiert wurde, wurde die Kritik indischer Journalisten zu Hause abgeblockt. Es bleibt den beiden Staatsführern überlassen, Waffengeschäfte zu unterzeichnen, die eine bereits bedeutende militärische Partnerschaft stärken werden.
Der Aufstieg der digitalen Mikro-Bolsonaros
Fast zwei Jahre nach dem Sturz von Jair Bolsonaro in Brasilien sucht die von ihm aufgebaute Bewegung nach einem neuen Aushängeschild. Eine wachsende Generation junger, evangelikaler und hyper-online-Politiker greift ein.
Sie nutzen eine hochentwickelte, jahrzehntealte religiöse Medienmaschinerie, die sich aus Radio und Fernsehen zu einer mächtigen Kraft in den sozialen Medien entwickelt hat. Brasiliens politische Rechte wird für das digitale Zeitalter umgestaltet.
Mit:
Anna Virginia Balloussier – Journalistin, Folha de Sao Paulo
Sehr geehrte Evangelista – Geschäftsführerin, ISER
Magali Cunha – Chefredakteurin, Berreia Project
Veröffentlicht am 28. Februar 2026








