
Millionen unverheirateter Paare in ganz England könnten bald stärkere gesetzliche Rechte und größeren finanziellen Schutz erfahren, da die Regierung eine große neue Konsultation zur Modernisierung der Beziehungsgesetze einleitet.
Es wird erwartet, dass mehr als 3,5 Millionen nichteheliche Paare von den vorgeschlagenen Reformen profitieren werden, die darauf abzielen, die heutige Lebensweise der Menschen besser widerzuspiegeln, insbesondere da sich immer weniger Paare für eine Ehe oder eine Lebenspartnerschaft entscheiden.
Die Konsultation, die am Freitag, dem 5. Juni, online ging, ist Teil umfassenderer Bemühungen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen (VAWG) und zur Bekämpfung der finanziellen Unsicherheit angesichts des anhaltenden Drucks auf die Lebenshaltungskosten.
Was ändert sich für zusammenlebende Paare im Vereinigten Königreich?
Derzeit haben unverheiratete Paare, die zusammenleben, nur begrenzte gesetzliche Rechte, wenn ihre Beziehung endet – oft ist ein Partner finanziell gefährdet.
Im Rahmen der neuen Vorschläge prüft die Regierung Möglichkeiten, um:
- Stärken Sie den finanziellen Schutz, wenn eheliche Beziehungen scheitern
- Machen Sie die Trennung für unverheiratete Paare finanziell weniger schädlich
- Bieten Sie denjenigen, die eine missbräuchliche Beziehung verlassen, mehr Unterstützung
- Nichteheliche Partnerschaften im Rechtssystem besser anerkennen
Ziel ist es, einen Rahmen zu schaffen, der die „moderne Gesellschaft“ widerspiegelt, in der langfristiges Zusammenleben immer häufiger vorkommt, aber durch das geltende Recht nicht ausreichend geschützt ist.
Mehr Schutz bei Missbrauch
Ein Hauptschwerpunkt der Konsultation liegt auf der Verbesserung der Ergebnisse für Überlebende häuslicher Gewalt.
Gerichte könnten ermutigt werden, Faktoren wie den folgenden mehr Gewicht beizumessen:
- Kontrollierendes oder erzwingendes Verhalten
- Wirtschaftlicher Missbrauch
- Die umfassenderen Auswirkungen häuslicher Gewalt bei der Aufteilung der Finanzen
Diese Überlegungen würden nicht nur für zusammenlebende Paare gelten, sondern auch für verheiratete Partner, was einen umfassenderen Wandel bei der Bewertung finanzieller Abfindungen signalisieren würde.
Erbrechte und rechtliche Vereinbarungen für Lebenspartner
Die Regierung schlägt außerdem erhebliche Änderungen der Erbgesetze vor, die dazu führen könnten, dass Lebenspartner automatisch voneinander erben, wenn einer ohne Testament verstirbt – etwas, das nach den geltenden Regeln nicht gewährleistet ist.
Zusätzlich:
- Ehe- und Nacheheverträge können rechtsverbindlich werden
- Die rechtliche Klarheit über finanzielle Vereinbarungen könnte für alle Paare zunehmen
Zusammen sollen diese Änderungen mehr Sicherheit bieten und Streitigkeiten bei ohnehin schwierigen Lebensübergängen reduzieren.
Ein „gerechteres“ System für moderne Beziehungen
Der stellvertretende Premierminister David Lammy sagte, die Reformen zielen darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen Tradition und modernen Realitäten herzustellen.
„Wenn eine Beziehung zu Ende geht, sollte jeder Partner die Unterstützung und Sicherheit haben, die er braucht, um sein Leben neu aufzubauen“, sagte er. „Wir starten diese Konsultation, um sicherzustellen, dass unser Familienrechtssystem fair ist und die Schwächsten schützt.“
Justizministerin Baroness Levitt KC fügte hinzu, dass finanzielle Unabhängigkeit nicht nur denjenigen vorbehalten sein dürfe, die sich für eine Heirat oder eine Lebenspartnerschaft entscheiden.
So kommen Sie zu Wort
Die Konsultation ist jetzt eröffnet und bietet Mitgliedern der Öffentlichkeit, Juristen und Organisationen die Möglichkeit, das zukünftige Familienrecht zu gestalten.
Sie können vor Ablauf der Frist über die offizielle Website der Regierung antworten.








