Mangione würde mit einer milderen Strafe rechnen, wenn die Jury anerkennt, dass er sich während der Tat in einem Zustand „extremer emotionaler Störung“ befand.
Veröffentlicht am 17. Juni 2026
Luigi Mangione, der Mann, der verdächtigt wird, Brian Thompson, CEO von United Healthcare, in New York City tödlich erschossen zu haben, wird während seines Prozesses eine psychiatrische Verteidigung vertreten.
Richter Gregory Carro sagte am Mittwoch, Mangiones Anwälte hätten ihm mitgeteilt, dass sie behaupten werden, dass sich ihr Mandant in einem Zustand „extremer emotionaler Störung“ befunden habe, als er angeblich die Schießerei im Dezember 2024 verübte.
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Der Staat New York erlaubt Mordangeklagten, geltend zu machen, dass sie nicht vollständig für ihre Taten verantwortlich gemacht werden können, da sie sich zum Zeitpunkt des Mordes in einem Zustand extremer emotionaler Störung befanden.
Thompsons Ermordung, die vor einem Hotel in Midtown Manhattan stattfand, schockierte die US-amerikanische Öffentlichkeit. Das körnige Filmmaterial der Tat verbreitete sich schnell in den sozialen Medien.
Es machte auch auf die weitverbreitete Wut über die himmelhohen Gesundheitspreise aufmerksam. Die Polizei gab an, dass auf der Munition des Verdächtigen die Begriffe „Verzögerung“, „Verleugnung“ und „Ablagerung“ standen, ein Hinweis darauf, wie Krankenkassen die Zahlung von Ansprüchen vermeiden.
Wenn die Jury zu dem Schluss kommt, dass Mangione zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Tat emotional gestört war, könnte sie ihn wegen Totschlags und nicht wegen Mordes verurteilen. Eine solche Verurteilung führt im Allgemeinen zu einer milderen Strafe.
Sich auf die Behauptung einer emotionalen Störung zu berufen, bedeutet, dass Mangione faktisch zugeben würde, dass er die Tat ausgeführt hat, dies jedoch unter Umständen eingeschränkten Urteilsvermögens getan hat. Es unterscheidet sich von einem Plädoyer für Unzurechnungsfähigkeit, das es Mangione ermöglichen würde, seine Strafe in einer psychiatrischen Einrichtung statt in einem Gefängnis zu verbüßen.
Mangione, der zwischen zwei seiner Anwälte in einem blauen Anzug saß, soll am 8. September vor Gericht gestellt werden. Der 28-Jährige bekannte sich zuvor im Zusammenhang mit dem Mord nicht schuldig.
Sein Bundesprozess, zu dem auch Stalking-Vorwürfe gehören, soll am 13. Oktober beginnen. Bei einer Verurteilung in beiden Fällen droht ihm möglicherweise eine lebenslange Haftstrafe.
Die US-Bezirksrichterin Margaret Garnett, die den Bundesfall leitet, wies im Januar die Mord- und Waffenvorwürfe gegen Mangione aus technischen Gründen zurück. Dieses Urteil eliminierte die Möglichkeit, dass Mangione mit der Todesstrafe rechnen muss.






