Berlin nennt undefinierte Drohungen „einen Versuch, die Unterstützung für die Ukraine zu untergraben und unsere Einheit auf die Probe zu stellen“.
Veröffentlicht am 20. April 2026
Berlin hat den russischen Botschafter einbestellt, um die sogenannten „direkten Drohungen“ gegen „Ziele in Deutschland“ zu verurteilen.
Die nicht näher genannten Drohungen zielten darauf ab, die Unterstützung Deutschlands für die Ukraine im Krieg mit Russland zu untergraben, erklärte das Auswärtige Amt Berlin am Montag in einer Erklärung.
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„Unsere Antwort ist klar: Wir lassen uns nicht einschüchtern. Solche Drohungen und jede Form der Spionage sind in Deutschland völlig inakzeptabel“, heißt es in einem Social-Media-Beitrag des Auswärtigen Amtes.
Die russische Botschaft gab keinen Kommentar ab.
Letzte Woche veröffentlichte das russische Verteidigungsministerium eine Liste von 21 Unternehmen, von denen Moskau glaubt, dass sie Tochtergesellschaften ukrainischer Verteidigungsunternehmen oder Zulieferer von Schlüsselkomponenten sind.
Mindestens drei deutsche Firmen waren unter den Anbietern von Drohnen, auch unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) genannt, in die Ukraine aufgeführt. Der Beitrag enthielt einen vagen Hinweis darauf, dass diese Orte angegriffen werden könnten.
„Die europäische Öffentlichkeit sollte nicht nur die zugrunde liegenden Ursachen der Bedrohung ihrer Sicherheit klar verstehen, sondern auch die Adressen sowie den Standort von ‚ukrainischen‘ und ‚gemeinsamen‘ Unternehmen kennen, die in ihren Ländern UAVs und ihre Komponenten für die Ukraine herstellen“, schrieb das russische Ministerium am Mittwoch.
Strategische Verteidigungspartnerschaft
Die Ukraine und Deutschland haben sich kürzlich auf eine strategische Verteidigungspartnerschaft geeinigt, die eine Zusammenarbeit bei der Drohnenproduktion und eine Stärkung der Luftverteidigung Kiews umfassen wird.
In einer gemeinsamen Erklärung erklärten beide Länder, sie würden „die Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung stärken“. Deutschland werde „weiterhin die Drohnenindustrie der Ukraine unterstützen und Koproduktionsunternehmen für Drohnen gründen“, hieß es weiter.
Am Montag verhafteten russische Behörden eine deutsche Frau, die beschuldigt wurde, Teil eines angeblich von der Ukraine unterstützten Anschlags zur Sprengung einer Dienstleistungseinrichtung gewesen zu sein.
Nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes sei die Frau mit einem Sprengsatz im Rucksack in der Kaukasusstadt Pjatigorsk festgenommen worden.
Ein Sprecher des deutschen Außenministeriums sagte, man wisse von den Nachrichten über die Festnahme, werde sich aus Datenschutzgründen jedoch nicht weiter dazu äußern.
