Die Regierung in Lusaka fordert Partnerschaft statt Hilfe, da sie US-Gelder aufgrund strategischer Autonomiebedenken ablehnt.
Veröffentlicht am 4. Mai 2026
Die sambische Regierung hat Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über milliardenschwere Deals für Gesundheitsdienstleistungen und Mineralien ausgesetzt
Außenminister Mulambo Haimbe sagte am Montag, dass die vorgeschlagenen Vereinbarungen aufgrund der „inakzeptablen“ Bedingungen und Forderungen Washingtons nach Vorzugsbehandlung ins Stocken geraten seien.
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Ein Gesundheitsabkommen, in dessen Rahmen die USA in den nächsten fünf Jahren bis zu 2 Milliarden US-Dollar bereitstellten, liegt auf Eis, weil „Bedingungen aufgenommen wurden, die die sambische Regierung für inakzeptabel hält“, heißt es in seiner Erklärung. Sambia sagte insbesondere, dass die Forderung, Daten weiterzugeben, „Bürgerrechte“ verletzen würde.
Ein separates Abkommen über kritische Mineralien wurde verzögert, weil die USA darauf bestanden, dass ihre Unternehmen eine Vorzugsbehandlung erhalten. Sambia ist Afrikas zweitgrößter Kupferproduzent und verfügt über bedeutende Reserven an anderen Mineralien.
Haimbe sagte, Sambia sei auch besorgt über „die Kopplung der beiden Abkommen“, da die USA den Abschluss des Gesundheitsabkommens vom Mineralienabkommen abhängig machten.
Die sambische Regierung habe konsequent darauf hingewiesen, dass die Abkommen getrennt nach ihren jeweiligen Vorzügen geprüft werden müssten, sagte er.
Letzte Woche sprach der scheidende US-Botschafter in Lusaka, Michael Gonzales, von Bedenken im Zusammenhang mit Sambias Bemühungen zur Korruptionsbekämpfung und von strukturellen Problemen im Zusammenhang mit der US-Unterstützung für den Gesundheitssektor, so die von der Anadolu Agency zitierten Beamten.
Haimbe wies die Behauptungen zurück und sagte, die Beziehungen zwischen Lusaka und Washington beruhten nicht auf Hilfe, sondern auf einer starken und wachsenden Partnerschaft, die auf strategischer Zusammenarbeit wurzele.
Befürworter des Gesundheitswesens hatten davor gewarnt, dass das vorgeschlagene Gesundheitsabkommen das Geld an den Zugang zum Bergbau knüpfe und Risiken bei der Datenweitergabe mit sich bringe, aber die sambische Regierung hatte zuvor nur erklärt, dass Teile davon nicht mit den Interessen des Landes im Einklang stünden.
Mehrere afrikanische Staaten haben Absichtserklärungen unterzeichnet, die den US-Ansatz zur Auslandshilfe unter Präsident Donald Trump darstellen.
Allerdings lehnt Sambia nun gemeinsam mit Ghana und Simbabwe die Forderungen Washingtons ab, wobei besondere Bedenken hinsichtlich des Datenaustauschs bestehen.
