Das Gericht entschied zugunsten kleiner Unternehmen, die die im Februar erhobenen Zölle angefochten hatten.
Veröffentlicht am 7. Mai 2026
Das US-Handelsgericht hat gegen die jüngsten globalen Zölle von Präsident Donald Trump in Höhe von 10 Prozent entschieden und festgestellt, dass pauschale Zölle nach einem Handelsgesetz aus den 1970er Jahren nicht gerechtfertigt seien.
Der US-amerikanische Gerichtshof für internationalen Handel entschied am Donnerstag zugunsten von Kleinunternehmen, die die Zölle angefochten hatten, die am 24. Februar in Kraft traten. Das Urteil fiel mit 2:1 aus, wobei ein Richter sagte, es sei verfrüht, den Klägern der Kleinunternehmen den Sieg zuzugestehen.
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Die Kleinunternehmen hatten argumentiert, die neuen Zölle seien ein Versuch, eine bahnbrechende Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA zu umgehen, mit der die im Rahmen des International Emergency Economic Powers Act verhängten Zölle des republikanischen Präsidenten für 2025 aufgehoben wurden.
In seiner Anordnung vom Februar berief sich Trump auf Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974, der Zölle für bis zu 150 Tage vorsieht, um schwerwiegende „Zahlungsbilanzdefizite“ zu korrigieren oder eine drohende Abwertung des Dollars abzuwenden.
Das Gerichtsurteil vom Donnerstag stellte fest, dass das Gesetz kein geeigneter Schritt für die Art von Handelsdefiziten sei, die Trump in seiner Februar-Anordnung anführte.
„Diese Entscheidung ist ein wichtiger Sieg für amerikanische Unternehmen, die auf globale Fertigung angewiesen sind, um sichere und erschwingliche Produkte zu liefern. Rechtswidrige Zölle erschweren es Unternehmen wie unserem, im Wettbewerb zu bestehen und zu wachsen“, sagte Jay Foreman, CEO des Spielzeugherstellers Basic Fun!
„Die Anerkennung des Gerichts, dass diese Zölle die Befugnisse des Präsidenten überschritten haben, ermutigt uns. Dieses Urteil bringt die nötige Klarheit und Stabilität für Unternehmen, die sich in globalen Lieferketten bewegen“, sagte er in einer Erklärung.
Die Trump-Regierung hatte argumentiert, dass ein gravierendes Zahlungsbilanzdefizit in Form eines jährlichen US-Warenhandelsdefizits in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar und eines Leistungsbilanzdefizits von 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bestehe. Einige Ökonomen und Handelsanwälte argumentieren jedoch, dass die USA nicht am Rande einer Zahlungsbilanzkrise stehen, was die neuen Zölle anfällig für eine rechtliche Anfechtung macht.







