Zwei Personenzüge kollidierten am Freitagnachmittag in der Nähe von Bedford in Mittelengland auf einer der Hauptstrecken, die die Städte in der Region mit London verbindet. Vor Ort wurde eine groß angelegte Intervention eingeleitet.
Die Kollision ereignete sich gegen 17:12 Uhr südlich von Bedford in der Nähe der Elstow-Kreuzung zwischen der A421 und der A6. Nach Angaben des Betreibers East Midlands Railway gehören beide beteiligten Garnituren zu ihr.
Das Unternehmen sagte, es handele sich um den 16:40-Zug von Corby nach London St. Pancras und um 15:50 Uhr auf der Strecke Nottingham–London St. Pancras. Beide Züge standen nach dem Aufprall noch auf den Gleisen.
Mehr als 30 Einsatzfahrzeuge, mehrere Hubschrauber und das Hazardous Area Response Team trafen am Unfallort ein. Die Feuerwehr von Bedfordshire hat die Öffentlichkeit gebeten, den Bereich zu meiden, damit die Einsatzkräfte arbeiten können.
Bezüglich der Zahl der Opfer sind die Daten vorerst noch nicht offiziell bestätigt. Die Eisenbahngewerkschaft RMT berichtete, dass Passagiere und Kabinenpersonal schwere Verletzungen erlitten hätten. Der britischen Presse zufolge bereitete sich das Krankenhaus in Bedford unter Berufung auf die Zeitung The Times und Quellen aus dem medizinischen System auf die Aufnahme von mindestens 50 Verwundeten vor und die Ärzte wären dringend zum Einsatz gerufen worden. Diese Zahlen wurden weder von der Polizei noch von den Rettungsdiensten bestätigt.
Auch die Ursache des Zusammenstoßes ist offiziell nicht geklärt. Den ersten Berichten zufolge hätte einer der Züge möglicherweise aufgrund einer Störung auf der Strecke angehalten und der zweite Zug wäre auf der Rückseite der Strecke eingefahren. Es handelt sich um eine im öffentlichen Raum verbreitete Hypothese, die durch die Untersuchung bestätigt werden soll.
Passagiere beschreiben Momente der Panik. Ein Passagier in einem der Züge sagte der britischen Presse, dass der Aufprall heftig und plötzlich gewesen sei, ohne Bremsen oder Warnsignal, und dass in den Waggons verletzte Menschen und viel Blut zu sehen gewesen seien. Andere Zeugen sprachen davon, dass zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes Menschen von ihren Sitzen geschleudert worden seien.
Offizielle Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Verkehrsministerin Heidi Alexander zeigte sich zutiefst besorgt über die Berichte über die Kollision und dankte den Einsatzkräften. Der Gesundheitsminister James Murray sagte, er sei ständig über die Situation informiert und es seien mehrere Menschen verletzt worden. Der Abgeordnete von Bedford und Kempston, Mohammad Yasin, beschrieb den Vorfall als sehr schwerwiegend.
Die betroffene Strecke, die die Gegend um Bedford und Luton über London St. Pancras mit London verbindet, wird täglich von Tausenden Pendlern genutzt, darunter viele in diesen Städten ansässige Rumänen. Die East Midlands Railway gab bekannt, dass für den Rest des Tages keine Züge mehr in London St. Pancras ein- oder ausfahren könnten und der Verkehr auf dem Abschnitt Luton-Bedford gesperrt sei.
Die Behörden raten den Menschen, sich vom Unfallort fernzuhalten und auf Hinweise der Rettungsdienste zu warten. Die Bahnpolizei sagte, sie verstehe die Besorgnis derjenigen, die Verwandte oder Freunde unter den Fahrgästen hätten, forderte die Öffentlichkeit jedoch auf, die Notrufnummer 999 nicht anzurufen, es sei denn, es liege ein echter Notfall vor. Personen mit Angehörigen auf dieser Route wird empfohlen, die offiziellen Betreiber- und Polizeikanäle auf Aktualisierungen zu überprüfen.
Die Abteilung für Eisenbahnunfalluntersuchung gab bekannt, dass ein Team von Inspektoren bereits vor Ort sei, um Beweise zu sammeln und die genauen Umstände des Zusammenstoßes festzustellen.
Der Artikel wird aktualisiert, sobald offizielle Informationen bekannt werden.
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