Brent-Rohöl steigt aufgrund von Zusammenstößen in kritischer Wasserstraße.
Veröffentlicht am 8. Mai 2026
Die Ölpreise sind sprunghaft angestiegen, nachdem die Zusammenstöße zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus den schwachen Waffenstillstand der USA auf die Probe stellten.
Die Futures für Brent-Rohöl stiegen während einer volatilen Handelssitzung am Donnerstag um bis zu 7,5 Prozent, bevor sie mit der Eröffnung der asiatischen Märkte am Freitagmorgen nachgaben.
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Der internationale Benchmark lag um 03:00 Uhr GMT bei 101,12 US-Dollar pro Barrel und damit unter dem Tageshoch von 103,70 US-Dollar.
Der jüngste Anstieg erfolgte nach einem Schusswechsel zwischen den USA und dem Iran in der kritischen Meerenge, über die etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Erdgaslieferungen fließt, trotz des am 7. April zwischen beiden Seiten angekündigten Waffenstillstands.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) sagte, es habe Angriffe auf den Iran gestartet, nachdem drei Lenkwaffenzerstörer der US-Marine in der Meerenge von iranischen Raketen, Drohnen und kleinen Booten angegriffen worden seien.
Das iranische Hauptquartier Khatam al-Anbiya warf den USA zuvor vor, gegen den Waffenstillstand verstoßen zu haben, indem sie einen iranischen Öltanker und ein anderes Schiff in der Nähe der Wasserstraße angegriffen hätten.
Das iranische Militärhauptquartier warf den USA außerdem vor, zivile Gebiete, darunter die Insel Qeschm, anzugreifen.
US-Präsident Donald Trump schien am Donnerstag die Zusammenstöße herunterzuspielen und sagte, der Waffenstillstand bleibe in Kraft, während das staatliche iranische Pressefernsehen sagte, die Situation sei „wieder normal“ geworden.
Die Schifffahrt in der Meerenge steht seit Ende Februar nahezu still, da iranische Angriffe auf die riesigen Öltanker drohen, die normalerweise einen Großteil der weltweiten Energievorräte transportieren.
Die Brent-Preise sind im Vergleich zu vor dem Krieg um etwa 40 Prozent gestiegen, obwohl die tägliche Produktion schätzungsweise 14,5 Millionen Barrel zurückgeht.
Die asiatischen Aktienmärkte eröffneten am Freitag angesichts der zunehmenden Spannungen niedriger. Der japanische Leitindex Nikkei 225, der südkoreanische KOSPI und der Hongkonger Hang Seng Index fielen jeweils um mehr als 1 Prozent.
An der Wall Street fiel der Benchmark S&P 500 über Nacht um rund 0,4 Prozent, nachdem er am Vortag ein Allzeithoch erreicht hatte.








