BT Tower-Drohnenaufnahme

Neuerfindungen sind für die Skyline Londons kein Unbekannter, aber nur wenige Veränderungen wirken so symbolisch wie diese.

Nachdem der BT Tower mehr als vier Jahrzehnte lang für die Öffentlichkeit geschlossen war, steht er vor einem bemerkenswerten neuen Kapitel, in dem das Wahrzeichen der 1960er Jahre als designorientiertes Hotel mit einem öffentlichen Pool auf dem Dach wiedergeboren werden könnte.

Der 177 Meter hohe Turm war einst das höchste Gebäude der Hauptstadt und gilt seit langem als stilles Relikt der Kommunikationsvergangenheit Londons.

Jetzt wird es im Rahmen ehrgeiziger Sanierungspläne zu einem Kultur- und Gastgewerbeort umgestaltet.

Pläne für ein Hotel im BT Tower London – ein Wahrzeichen neu interpretiert

Das ursprünglich 1964 als Post Office Tower eröffnete Gebäude wurde schnell zum Symbol des modernen Großbritanniens. Das berühmte rotierende Restaurant bot einen Panoramablick über London, bis es 1981 aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit geschlossen wurde.

Heute ist der Turm für 270 Millionen Pfund von der US-amerikanischen Hotelgruppe MCR erworben worden.

Die Gruppe, die für hochkarätige adaptive Wiederverwendungsprojekte wie das TWA Hotel in New York bekannt ist, richtet ihre Aufmerksamkeit nun auf eines der bekanntesten, aber unzugänglichsten Bauwerke Londons.

Die Architekten Orms, das Studio hinter The Standard Hotel und Outernet London, haben erste Konzepte vorgestellt, die die markante Silhouette des Turms bewahren und ihn gleichzeitig wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machen.

Im Mittelpunkt der Sanierung steht ein Feature, das wie maßgeschneidert für das moderne London wirkt: ein Swimmingpool auf dem Dach mit atemberaubendem Blick auf die Stadt.

Der Pool soll im fünften Stock liegen und nicht nur für Hotelgäste, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein – ein seltener Schritt in einer Stadt, in der Skyline-Erlebnisse oft hinter hohen Preisen verbunden sind.

An anderer Stelle zielen die Pläne darauf ab, ein Mehrzweckziel zu schaffen:

  • Erdgeschoss: Einzelhandelsflächen, Cafés und Restaurants, die dem Standort wieder Energie auf Straßenebene bringen sollen
  • Hotelunterkünfte: Verteilt auf die unteren Etagen und eine Erweiterung des benachbarten Howlands Building
  • Obere Ebenen (24–30): Mögliche Kultur- oder Ausstellungsräume, die endgültigen Pläne sind jedoch noch nicht bestätigt
  • Öffentlicher Raum: Ein neu gestalteter Außenbereich zur Verbesserung der Zugänglichkeit und Passantenfrequenz

Der Designansatz umfasst auch die Entfernung späterer Anbauten, um den ursprünglichen Charakter des Turms aus den 1960er Jahren wiederherzustellen, und gleichzeitig die Einführung zeitgenössischer Elemente, die seinen neuen Zweck widerspiegeln.

Während die Vision ehrgeizig ist, ist der Zeitplan ebenso langfristig angelegt. Ein Bauantrag wird im September erwartet, der Baubeginn kann jedoch aufgrund der aufwendigen Demontage vorhandener Telekommunikationsanlagen erst 2029 erfolgen.

Im Falle einer Genehmigung soll das Hotel voraussichtlich im Jahr 2033 eröffnet werden. Damit ist mehr als 50 Jahre her, dass die Öffentlichkeit das Gebäude zum letzten Mal regelmäßig betreten hatte.

Und wenn der Pool auf dem Dach hält, was er verspricht, könnte er zu einem der gefragtesten Aussichtspunkte Londons werden und eine neue Perspektive auf eine Stadt bieten, die nie aufhört, sich neu zu erfinden.

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